Velten Vordamm

Velten

Mark-Brandenburg, D.

 

Steingutfabrik Velten-Vordamm

Gegründet: 1913/1934 – 1931

Im Besitz und unter der Leitung des Ingenieurs Harkort, Dr. Hermann (1881-1930), kaufm. Leitung Kruckau, Alfred. 1918: Umstellung der Produktion auf modernste keramische Fertigungstechniken (Steingutgeschirre). Harkorts Bestreben ist es, Produkte zu schaffen, die technische und ästhetische Qualität besitzen; Zusammenarbeit mit Künstlern. 1926 werden in diesem Werk 300 Mitarbeiter beschäftigt. Harkort stirbt 1930; ein Jahr später muss die Firma Konkurs anmelden.

 

Künstlerische Mitarbeiter u.a.:

Alexander Archipenko, Theodor Bogler (1925/26 Leiter des Handwerksbetriebes/Geschirrproduktion), Hedwig Bollhagen, Werner Burri (1928/31 Leiter des Formabteilung), Charles Crodel, C.O. Czeschka, Else Dörr (Dekorentwürfe), Aflfred Ehlers, Ilse Fehling-Witting, Gerda Frommann, W. Gothein (Entwürfe), Thoma Grote, Gertrud Gutschinsky, Martin Ham, Dietrich Harkort, Luise Harkort, Charlotte Hartmann, Margarete Heymann-Loebenstein, Hans Klakow, A. Lehmann, Gerhard Marcks, A. Müller, A. Mutter, Bruno Paul, Walter Sutkowski, Albert Töpper, Alfred Vocke

Luise Harkort/Louise De La Porte

New York 1896 – 1966 Erlangen

Kunstgewerblerin, D.

1912: Mitglied im Deutschen Werkbund. 1924-1931: Künstlerische Mitarbeiterin der Steingutfabrik Velten Vordamm

Louise Harkort 1924 - 1931

Diameter 30 cm Height 10 cm

Vordamm (Ostbahnhof)

Mark-Brandenburg, D.

 

Franke, A.

Steingutfabrik

Gegründet: 1840 – 1935

 

Gegründet wird das Unternehmen von Mendheim und Eisenecker. Nach weiterem Besitzerwechsel geht die Firma 1884 an der Berliner Bankier Franke, A.. Von 1897 bis 1902 übernimmt Frankes Neffe Gudenberg, Wilhelm Wolff Freiherr von die Fabrik und firmiert:

Neumärkische Steingutfabrik, bzw. ab  1900 Märkische Steingutfabrik Vordamm, 1902: Steingutfabrik Vordamm

Gesellschafter, Geschäftsführer und technischer Direktor: Harkort, Dr. Hermann (1881-1930) sowie als weiterer Gesellschafter Osthaus, Karl Ernst, Hagen. Ab 1908 ist Harkort Alleininhaber. 1912: Mitglied im Deutschen Werkbund. 1913/14: Bau der Schwesterfirma in Velten und Firmierung beider Werke unter: Steingutfabriken Velten-Vordamm

1920: Durch einen Grossbrand wird das Werk teilweise vernichtet und bis 1923 erfolgt der Wiederafbau der Fabrikanlage. 1926 werden 500 Mitarbeiter beschäftigt. 1931: Ein Jahr nach Harkorts Tod muss der Konkurs angemeldet werden. Die Firma wird 1932 weitergeführt unter: Keramisches Werk Vordamm. Geschäftsführer ist Kruckau, Adolf; dieses Unternehmen besteht nur kurze Zeit (bis um 1933).

 

Künstlerische Mitarbeiter u.a. (bis 1931) Carl Otto Czeschka, Gerhard Marcks, Emanuel Margold, Margot Müller, Richard Scheibe, Gustav Partz, Walther Stock, Ursula Fesca, Werner Gothein, Marianne Mayfarth, Wolfgang Kreidl.

 

 

[NB: Founding father Gudenberg was in 1883 the founder of the ’s-Gravenhaagsche Kunstaardewerkfabriek, from 1885 the Haagsche Plateelbakkerij Rozenburg]

Wolfgang Kreidl 1927-1929

Diameter 25,5 cm

Dörr, Else (Elisabeth)

1896/97 –

Keramikerin, Graphikerin

Nach dem Akademie-Studium von 1924 – 1927 künstlerische Mitarbeiterin (Nachfolgerin von Hartmann, Charlotte bei den Steingutfabriken Velten-Vordamm

Walter Stock 1910 - 1925

11,5 x 8 x 9 cm

1924 - 1927 design Theodor Bogler decoration Else Dörr

Bogler, Theodor

Hofgeismar 1897 – 1968 Andernach am Rhein

Architekt, Keramiker, D.

 

1914 – 1918: Teilnahme am 1. Weltkrieg (Offizier). Angeregt von den Ideen des Architekten Gropius, Walter, Architecturstudium in München (ein Semester). Ab 1919: Studium am Bauhaus in Weimar (Architekturabteilung). 1920 – 1922: Ausbildung als Töpfer in der Keramischen Werkstatt des Staatlichen Bauhauses Weimar, Dornburg; Gesellenprüfung. 1922: Heiratet dei Witwe seines Freundes und ehemaligen Hauptmanns Kaysel. 1923/1924 arbeitet die Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur, Volkstedt/Thüringen nach seinen Entwürfen. 1924: Kaufmännische Leitung der Keramischen Werkstatt des Bauhauses. Im selben Jahr Entwurf für en Kaffee-Geschirr für Königliche Porzellanmanufaktur, Berlin. 1925 – 1926: Leiter des Handwerksbetriebs der Steingutfabrik Velten-Vordamm Velten. Um 1927: Entwurfe für die Staatliche Majolika-Manufaktur, Karlsruhe. Konvertiert zum katholischen Glauben und tritt 1927 in die Benidektinerabtei Maria Laach ein; ab 1939 Prior der Abtei. In der Abtei werden seit Ende der 20er Jahre Kunstwerkstätten (Ars Liturgica) unterhalten, so auch eine Keramik-Werkstatt, die u.a. 1931 im Petershof in Leipzig (Leipziger Messe) ihre Erzeugnisse zeigt. 1934 – 1938: zeitweise Zusammenarbeit mit HB-Werkstätten, Marwitz